DAAD-Förderranking: Uni Hohenheim auf Platz 1 der Landesuniversitäten [01.07.26]
Top bei Internationalisierung: 388 Euro Fördersumme pro Student:in im Jahr 2025 / insgesamt fast 3,3 Mio. Euro für Internationalisierungsprojekte und Stipendien
Lebendige Studien- und Forschungsnetzwerke, internationale Zentren, reger Lehrenden- und Studierendenaustausch: Laut Deutschem Akademischen Austauschdienst (DAAD) ist die Universität Hohenheim in Stuttgart im Bereich internationale Ausrichtung die aktivste Universität in Baden-Württemberg. Dies zeigt dessen aktuelle Förderbilanz. Darin listet der DAAD auf, welche Hochschulen sich mit ihren Aktivitäten für die größte Förderung qualifizierten. Hohenheim darf sich über eine Top-Platzierung bei den Förderbeträgen pro Student:in freuen: Mit einer Summe von 388 Euro im Jahr 2025 landete sie auf Platz 1 der Universitäten im Land und Platz 24 von allen Hochschulen in Deutschland.
Insgesamt erhielt die Universität Hohenheim 2025 3,27 Mio. Euro vom DAAD für individuelle Stipendien und Projekte in der Hochschulkooperation. „Das hervorragende Abschneiden in der Förderbilanz ist auch auf die Förderung des Fachzentrums Afrika UKUDLA zurückzuführen, das 2025 startete“, erläutert Franziska Schenk, Leiterin des Akademischen Auslandsamts der Universität.
„Es ist uns ein großes Anliegen, Studierende, Forschende und Lehrende bei internationalen Vorhaben zu unterstützen und langfristige Partnerschaften aufzubauen und zu pflegen“, erklärt Prof. Dr. Andreas Pyka, Prorektor für Internationalisierung. „Die Universität Hohenheim bietet daher unter anderem ein attraktives Studienangebot für Internationals, Unterstützung bei Auslandsaufenthalten für Outgoings und Incomings und hervorragende Sprachkurse. Auch Forschende können sich jederzeit bei uns zu den Möglichkeiten beraten lassen. Das hohe Förderniveau in der Programm- und Projektförderung des DAAD bestätigt uns auf diesem Weg.“
Mit Sorge sieht er allerdings die aktuellen Pläne des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Danach sollen bis 2031 nahezu alle DAAD-Programme zur Hochschulkooperation mit Partnern in den Ländern des globalen Südens eingestellt werden.
„Das Auslaufen dieser Programme würde nicht nur die Entwicklung lokaler Lösungen für globale Herausforderungen erschweren, die wissenschaftlichen sowie wirtschaftlichen Perspektiven vor Ort beeinträchtigen und damit auch Fluchtursachen begünstigen. Zugleich würde Deutschlands internationale Handlungsfähigkeit in Wissenschaft, Wirtschaft und Fachkräftegewinnung geschwächt, während andere Staaten wie China und Russland ihren Einfluss im globalen Süden ausbauen“, so Pyka.
HINTERGRUND: Internationalisierungs-Projekte mit dem höchsten Finanzvolumen 2025
Fachzentrum Afrika UKUDLA
Das Fachzentrum UKUDLA mit Standort in Südafrika fördert nachhaltige und resiliente Ernährungssysteme durch angewandte Forschung und Datenanalyse. Beteiligt sind die Universität Hohenheim sowie eine malawische und drei südafrikanische Universitäten. Im Rahmen des Projekts werden afrikanische und deutsche Lehrende, Masterstudierende, Promovierende sowie Postdocs gezielt gefördert. Der DAAD unterstützte das Projekt 2025 mit über 707.000 Euro.
Mobilitätsprogramm Erasmus+
Für das Mobilitätsprogramm Erasmus+ mit europäischen Partnerländern und ausgewählten Ländern außerhalb Europas veranschlagt der DAAD im aktuellen Förderranking für Erasmus+ fast 645.000 Euro. So nutzten rund 180 Hohenheimer Studierende die Gelegenheit für einen Auslandsaufenthalt innerhalb Europas. Außerdem förderte Erasmus+ Gastdozenturen sowie Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen von Hochschulmitarbeitenden.
Bilaterales SDG-Graduiertenkolleg CLIFOOD
Das deutsch-äthiopische Graduiertenkolleg „Climate Change Effects on Food Security“ (CLIFOOD) der Universitäten Hohenheim und Hawassa förderte seit 2016 die Ausbildung afrikanischer Wissenschaftler:innen zu den Folgen des Klimawandels für die Ernährungssicherheit in Ostafrika. Die von 2021 bis 2025 laufende Verlängerungsphase wurde mit 2,25 Millionen Euro aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert. Mit rund 450.000 Euro förderte der DAAD das Programm im Jahr 2025. Das Projekt ist inzwischen abgeschlossen.
Campus Initiative internationale Fachkräfte – BRICKS
Mit dem 2025 gestarteten Programm BRICKS unterstützt die Universität Hohenheim internationale Masterstudierende beim Berufseinstieg in Deutschland. Das Zertifikatsangebot kombiniert Sprachförderung, Karriere- und Bewerbungstraining, Unternehmenskontakte sowie individuelles Coaching und erreicht rund 180 Studierende pro Jahr. Finanziert wird es bis 2028 über das FIT-Programm des DAAD mit mehr als einer Million Euro, wovon gut 228.000 Euro auf das Jahr 2025 entfielen.
DAAD-Agri-Alumni-Netzwerk
Den Paradigmenwechsel in landwirtschaftlichen Systemen hin zu einer nachhaltigen Landnutzung in Afrika zu unterstützen, ist das Ziel des DAAD-Agri-Alumni-Netzwerks. Zusammen mit der Partner-Universität Nairobi entsteht ein Netzwerk aus Absolvent:innen (Alumni) der Universität Hohenheim und des Deutschen Instituts für Tropische und Subtropische Landwirtschaft (DITSL), das sich mit aktuellen agrarwissenschaftlichen Fragestellungen zur Ernährungssicherung sowie zum Klima- und Umweltschutz befasst. Insgesamt fördert der DAAD die Maßnahmen 2025 mit rund 135.000 Euro.
Entwicklungsbezogene Postgraduiertenstudiengänge EPOS
Gleich zwei Studiengänge an der Universität Hohenheim fördert der DAAD mit fast 107.000 Euro über das EPOS-Programm: das internationale Promotionsprogramm IPPAE und das Programm AgEcon. Im Rahmen von EPOS erhalten Teilnehmende aus Entwicklungs- und Schwellenländern Individualstipendien für entwicklungsbezogene Postgraduiertenstudiengänge an deutschen Hochschulen.
- Internationales Promotionsprogramm IPPAE
Das gemeinsame Programm „International PhD Program in Agricultural Economics, Bioeconomy and Sustainable Food Systems“ (IPPAE) der beiden Universitäten Gießen und Hohenheim wendet sich an Fach- und Führungskräfte aus Entwicklungs- und Schwellenländern. Es versetzt sie in die Lage, das Potenzial des Agrarsektors für die Armutsbekämpfung und Ernährungssicherung besser auszuschöpfen, eine nachhaltigere Nutzung natürlicher Ressourcen zu erreichen und neue Möglichkeiten zu erschließen, die sich aus der Bioökonomie ergeben.
- AgEcon-Programm
Der Master-Studiengang Agricultural Economics an der Universität Hohenheim bildet Entscheidungsträger:innen für die globale Agrarwirtschaft und Agrarpolitik aus. In diesem englischsprachigen, internationalen Masterstudiengang sind Wirtschaftswachstum, Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit zentrale Themen, insbesondere im internationalen und entwicklungspolitischen Kontext. Der DAAD vergibt für diesen Studiengang Vollstipendien an herausragende Bewerber:innen aus Entwicklungsländern.
Türkisch-Deutsche Universität
Die Türkisch-Deutsche Universität (TDU) in Istanbul ist eine türkische staatliche Einrichtung, die 2013 auf der Basis eines deutsch-türkischen Regierungsabkommens entstanden ist. Die Universität Hohenheim ist seit 2015 Mitglied im Konsortium „Türkisch-Deutsche Universität“ (K-TDU) e.V. Sie ist federführend für die Etablierung eines VWL-Bachelor-Studiengangs verantwortlich, den der DAAD im Jahr 2025 mit gut 100.000 Euro unterstützte.
HINTERGRUND: Das DAAD-Förderranking
Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) ist die weltweit größte Förderorganisation für den akademischen Austausch. Er wird getragen von den deutschen Hochschulen und Studierendenschaften. Der DAAD erstellt seit 2000 für seine Mitgliedshochschulen sogenannte Förderbilanzen. Diese enthalten Informationen zur Individualförderung und zur Programm- und Projektförderung.
Der DAAD listet die 100 Hochschulen mit den höchsten Förderbeiträgen auf, bezogen auf die Gesamtzahl aller Studierenden der Hochschule.
Weitere Informationen
> DAAD-Förderbilanz 2025
> Akademisches Auslandsamt
Text: Stuhlemmer
Kontakt für Medien:
Prof. Dr. Andreas Pyka, Universität Hohenheim, Prorektor für Internationalisierung,
+49 (0)711 459-24481, a.pyka@uni-hohenheim.de
Franziska Schenk, Universität Hohenheim, Akademisches Auslandsamt,
+49 (0)711 459 22020, franziska.schenk@verwaltung.uni-hohenheim.de

